Mathe für Tüftler

Mathe für Tüftler

Mathematik – Workshop der Arbeitsgemeinschaft für Begabtenförderung im Bezirk Eisacktal/Wipptal „Smart Minds“

Die Kugelpyramide ist eine knifflige Angelegenheit. Auf den ersten Blick fallen keine Einzelteile ins Auge, die für den Bau der Pyramide erforderlich wären. Ehe man es sich versah, waren die Grundschüler mitten im Konstruieren, in der Welt von Wahrscheinlichkeitsrechnung, Geometrie und Co.

Neben den verpflichtenden curricularen Unterrichtsinhalten möchten die pädagogischen Fachkräfte der Grundschule Msgr. J. Tschurtschenthaler durch besondere Aktionen die Individualisierung des Lernens vorantreiben und dabei besonders den verschiedenen Begabungen Rechnung tragen.

Im Kontext der autonomen Gestaltungsmöglichkeit bot die Arbeitsgemeinschaft für Begabtenförderung im Bezirk Eisacktal/Wipptal ein schulübergreifendes Enrichment- Angebot für begabte, motivierte Schüler, einen interessanten Mathematik – Workshop an. Das Team um Frau Direktor Elisabeth Scheiber stand den Schülern mit Rat zur Seite.

Die Schüler konnten in einer anregenden Lernumgebung ihr deutlich höheres Leistungspotenzial entfalten. Wenn eine Bühne geschaffen wird, damit Begabungen sichtbar werden und die nötige Wertschätzung erfahren, dann werden eigene Talente mit Freude erweitert. Begabte Kinder wagen sich grundsätzlich gerne an neue und schwierige Aufgaben heran und freuen sich über Angebote, die sie dazu veranlassen, an ihre Grenzen zu gehen. So erforschten die Schüler in Partnerarbeit das Vierfarbenproblem und lösten Streichholzrätsel. In der Reflexionsphase wurden im Austausch die Ergebnisse besprochen. Wo gab es bei den Lernenden Aha-Erlebnisse und wo Irritationen? Die Schüler übten, eigene Erklärungsversuche zu formulieren.

Es spornt die Leistungsbereitschaft an, wenn die Schüler bemerken, dass mehrere an einer komplexen Fragestellung interessiert sind und ein konstruktiver Austausch möglich ist. Dabei wird ihre Selbsteinschätzung neu justiert. Dies erhöht die Leistungsbereitschaft begabter Kinder signifikant.

Ein Aufgabenformat zur Auseinandersetzung mit der Achsensymmetrie war das Spiegeltangram: Formenplättchen wurden vor dem Spiegel so hingelegt, dass die gelegte Figur zusammen mit der Figur im Spiegel das Bild auf der Aufgabenkarte ergab.

Konstruieren lädt zum Tüfteln & Knobeln ein: In Zweiergruppen arbeiteten die Schüler am »Quadreieck – Puzzle«: Ein gleichseitiges Dreieck wurde so zerlegt, dass aus den Teilen ein Quadrat zusammengesetzt werden konnte. Man schaute, las kurz, legte selbst Hand an, beobachtete und verstand. Ungewöhnliche Lösungsrouten waren erwünscht – Start und Ziel wurden im persönlichen Arbeitspass festgehalten.

Es stellte für die begabten Schüler eine besondere Befriedigung dar, sich auch in einem solchen Kontext bewährt zu haben.

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