Gefangen im Lauterfresser-Loch!

Gefangen im Lauterfresser-Loch!

Es war ein Dienstag, aber es war ein Dienstag wie kein anderer. Wir kamen zum Beispiel nicht mit der Schultasche, sondern mit dem Rucksack. Wir hatten auch keine Hausaufgaben im Rucksack, sondern Getränke, eine Jause und eine Sitzunterlage.

Zuerst fuhren wir mit dem Bus. Dann wanderten wir bis Schloss Rodeneck. Und dort begann das  Abenteuer erst richtig!

Wir gingen über die erste Zugbrücke und stiegen durch das Einmannloch (eine Tür im Tor, durch welche die Ritter in der Einerreihe durchschlüpften). Drinnen wartete bereits unsere Führung. Wir sahen die Pechnasen, das Fallgitter und schließlich die Waffenkammer. Sogar ins Verlies durften wir! Dort war es sehr dunkel. In der Kapelle waren wunderschöne Zeichnungen. Es ging weiter zum Hochzeitssaal. Er ist einmal abgebrannt und musste wieder aufgebaut werden. Der Wiederaufbau wurde mit dem Verkauf von Wertsachen finanziert. Wir waren natürlich auch im Rittersaal. Dort war auch eine Bildgeschichte an der Wand.

Ganz zum Schluss durften wir ins Lauterfresser-Loch. So nannten die Menschen früher anscheinend einen Mann, der vermutlich keine Zähne hatte und nur Lauteres essen konnte. Er heilte andere Menschen mit Kräutern und konnte lesen. Das galt früher als Kontakt mit dem Teufel oder Hexerei. Deshalb wurde er sechs Monate in das Loch gesperrt und anschließend verbrannt. Wir durften in das Loch und dann – oh jeh! – die Tür klemmte! Die Führung rief: „Drückt gegen die Tür!“ Da ging sie wieder auf und wir waren gerettet!

Heute gehört das Schloss zwei gräflichen Familien: den Herren von Thurn und Taxis und den Wolkenstein. Jetzt ging es zurück nach Natz zu einer Bar, in der wir ein Eis essen oder einen Tee trinken durften.

Dieser Herbstausflug war toll!!!

Marianna, 4E der Grundschule „Msgr. J. Tschurtschenthaler“

Impressum | Cookies | Transparente Verwaltung