„Flotte Bahnen“ und „Erlebniswelt Baustelle“

„Flotte Bahnen“ und „Erlebniswelt Baustelle“

MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik und es sind die sogenannten MINT-Fächer, die für den Arbeitsmarkt von immer größerer Bedeutung sind. Doch wer nicht in frühen Jahren mit diesen Bereichen in Kontakt gekommen ist, findet den Zugang dazu oft nicht mehr. Durch die Initiativen „Flotte Bahnen“ und „Erlebniswelt Baustelle“ wurden den Südtiroler Grundschulen zwei wunderbare Gelegenheiten geboten, im MINT-Bereich Erfahrungen zu sammeln.

In der Grundschule „Msgr. J. Tschurtschenthaler“ wird die Förderung in den MINT-Fächern großgeschrieben. Die Kinder arbeiten bereits in den unteren Klassen mit LegoWedo Computern und machen damit erste Schritte im Programmieren, aber auch andere Initiativen werden gerne angenommen.

So setzte die Klasse 4D heuer unter anderem einen Schwerpunkt im Bereich „Bauen und Konstruieren“ und wurde dabei vom Bereich für Bildung und Innovation durch das Projekt „Flotte Bahnen“ unterstützt. Die Kinder erhielten eine Kiste voller Materialien und einige Impulse und setzten sich in vielen Stunden mit verschiedenen Bahnen auseinander. Sie planten, tüftelten, bauten und konstruierten, diskutierten und kooperierten. Am meisten begeisterten die Kinder der 4D die Murmelbahnen und so entstanden mehrere originelle Bahnen, die Mitte Mai in einer kleinen Ausstellung präsentiert wurden.

Eine besondere Würdigung erhielten die kleinen Techniker dadurch, dass ein ausgewähltes Werk bei der Ausstellung „Immer auf Draht“ in einer Parallelausstellung zum Projekt in der Franzensfeste zu sehen sein wird.

Ein weiteres Highlight im Rahmen des Projekts „Bauen und Konstruieren“ war die Teilnahme an der Initiative „Erlebniswelt Baustelle“, die Anfang Mai vom Amt für Schule und Kultur im Noi Technologiepark veranstaltet wurde. Zwei Stunden lang durften die Kinder dort Berufe im Bauwesen kennenlernen, aber nicht theoretisch, sondern sie durften sich als Maurer, Fliesenleger und Zimmerer ausprobieren und so erfahren, dass Handwerksberufe einen hohen Stellenwert haben. „So viele Menschen müssen gut zusammenarbeiten, damit ein Haus entstehen kann“, staunte ein Kind voller Hochachtung für das geschickte Zusammenspiel auf der Baustelle, während sich andere über die vielen neuen Berufe wunderten, die sie da kennenlernten. Und so war die Initiative gleichzeitig eine Bereicherung für die Berufsorientierung der Grundschüler und eine Möglichkeit, endlich einmal mit etwas Richtiges mit den eigenen Händen zu bauen! Eine wunderschöne Initiative, die vielen Kindern eine Vielzahl an Möglichkeiten für ihre Zukunft eröffnet, die Wertschätzung der Berufe im Bauwesen erhöht und hoffentlich auch im kommenden Jahr weitergeführt werden kann.

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